Buchtipps

Ein Wiener Detektiv aus Stuttgart mit asiatischen Wurzeln, der jegliches Asiatische ablehnt bekommt einen Fall geliefert, bei dem das Opfer möglicherweise mittels asiatischer Kampfkunst getötet wurde. - Schräg, wie nur ein begnadeter Schriftsteller aus Wien schreiben kann, der Strandungserfahrungen in Stuttgart hat. 
Was macht man, wenn man Geld braucht - aber nachts keine Wohnung, weil man Nachtdienst hat auf einer Palliativstation? Man vermietet die Wohnung. Für nachts. An jemanden, die tagsüber arbeitet (sie lektoriert DIY-Bücher). Sie sehen einander nie, bis eines Tages eine Botschaft notwendig wird... Liebevoll, wahnsinnig ergreifend - toll.
Dieser Mann weiß, wovon er spricht, das schwingt in jedem Satz. Allein der Titel ist eine Art Brühwürfel der Erkenntnis: lieber mit ein wenig Wasser aufgießen als ihn einfach so in den Mund zu stecken, weniger wahr wird er davon nämlich nicht. Briefromane sind nicht ganz mein Lieblingsgenre, aber dieser hier ist wunderbar komponiert und am Ende...
Ganz selten hat man das: da passen Fall, Hauptfigur und Tonfall zusammen wie Tomatensoße auf Pizza. Klug, überraschend, exakt beobachtet... und am Ende der Geschichte schließt man diesen ewig gelangweilten, unterforderten, recht arroganten 16-jährigen, der mal eben die Polizei als blutige Anfänger vorführt, richtiggehend ins Herz. 
Ein Krimi der auf einer Insel spielt, die es seit 8000 Jahren nicht mehr gibt: das macht beim Lesen ein überraschend irritierendes Gefühl, erhöht die Aufmerksamkeit und verdoppelt die Lesefreude. Spannend, subtil und meine Krimi-Empfehlung des Frühjahrs (Pia Ziefle)
Turtle lebt mit ihrem Vater alleine in einem heruntergekommenen Haus am Rande der Zivilisation: ein Alltag voller Hass, Gewalt, Missbrauch - und unbändigem Lebenswillen. Ein spannender, harter und außergewöhnlicher Thriller über ein Mädchen, das lernen muss, sich selbst zu retten.
Kriegsberichterstatterin möchte sie werden, Schreibhilfe wird es sein - mit nächtlichen Einsätzen auf der Feuerwache, denn es ist Krieg in London im Jahr 1942. Selten gibt es ein Buch, das vom ersten Satz an so mitreißt, berührt und unbedingt gelesen werden möchte. 
Ein ganz leises, wunderbares Buch darüber, wie man 12 Jahre alt sein kann und groß und klein zugleich, wie man sich strecken will und entrinnen und doch so dringend Nestwärme braucht. Eindringlich und sehr sehr stark.
Intelligent, hoch spannend, ganz aktuell und sehr sehr gut geschrieben: eine hervorragende Wahl für Jugendliche ab 12.
Dieses Buch? Ein totales LeseMuss. Selten ein so spannendes und intelligentes Jugendbuch gelesen. Geniales Setting, überzeugende Figuren, enorm gelungene Grundidee. Richtig richtig gut.

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