Buchtipps

Doppelmord, Kathedrale, historienträchtiger Schauplatz, tatverdächtige Zwillinge (einer in Haft, einer der ehemalige Polizeichef), dämmriges Erinnern an eine Doppelmordserie zwanzig Jahre zuvor ... erinnert an Ken Follett? Spielt in Vitoria - und ja, es ist wahnsinnig spannend, intensiv und sehr sehr atmosphärisch. Zum Glück kommt der zweite Band...
Charlotte ist schwanger und soll nach dem Willen der Mutter abtreiben - eigentlich aber sucht sie ihre Cousine, die in den Wirren des Weltkrieges verschwunden ist. Eve ist ihr einziger Kontakt - eine ehemalige Spionin, die mit der Pistole unter dem Kopfkissen schläft und Alkohol aus großen Bechern trinkt. Als der Name eines Mannes fällt, der mit...
"Das Freibad ist kein Loch im Boden voller Wasser, in dem zufällig ein paar Leute hin und wieder schwimmen gehen. Es ist etwas Größeres, es ist so groß, dass du, wenn du das nicht wahrnimmst, deine Augen nicht richtig benutzt." So spricht Kate über einen Ort, den sie eigentlich nur dank eines Lokalzeitungsjobs zu Gesicht bekommen hat. Den sie...
Ein Wiener Detektiv aus Stuttgart mit asiatischen Wurzeln, der jegliches Asiatische ablehnt bekommt einen Fall geliefert, bei dem das Opfer möglicherweise mittels asiatischer Kampfkunst getötet wurde. - Schräg, wie nur ein begnadeter Schriftsteller aus Wien schreiben kann, der Strandungserfahrungen in Stuttgart hat. 
Was macht man, wenn man Geld braucht - aber nachts keine Wohnung, weil man Nachtdienst hat auf einer Palliativstation? Man vermietet die Wohnung. Für nachts. An jemanden, die tagsüber arbeitet (sie lektoriert DIY-Bücher). Sie sehen einander nie, bis eines Tages eine Botschaft notwendig wird... Liebevoll, wahnsinnig ergreifend - toll.
Dieser Mann weiß, wovon er spricht, das schwingt in jedem Satz. Allein der Titel ist eine Art Brühwürfel der Erkenntnis: lieber mit ein wenig Wasser aufgießen als ihn einfach so in den Mund zu stecken, weniger wahr wird er davon nämlich nicht. Briefromane sind nicht ganz mein Lieblingsgenre, aber dieser hier ist wunderbar komponiert und am Ende...
Ganz selten hat man das: da passen Fall, Hauptfigur und Tonfall zusammen wie Tomatensoße auf Pizza. Klug, überraschend, exakt beobachtet... und am Ende der Geschichte schließt man diesen ewig gelangweilten, unterforderten, recht arroganten 16-jährigen, der mal eben die Polizei als blutige Anfänger vorführt, richtiggehend ins Herz. 
Ein Krimi der auf einer Insel spielt, die es seit 8000 Jahren nicht mehr gibt: das macht beim Lesen ein überraschend irritierendes Gefühl, erhöht die Aufmerksamkeit und verdoppelt die Lesefreude. Spannend, subtil und meine Krimi-Empfehlung des Frühjahrs (Pia Ziefle)
Turtle lebt mit ihrem Vater alleine in einem heruntergekommenen Haus am Rande der Zivilisation: ein Alltag voller Hass, Gewalt, Missbrauch - und unbändigem Lebenswillen. Ein spannender, harter und außergewöhnlicher Thriller über ein Mädchen, das lernen muss, sich selbst zu retten.
Kriegsberichterstatterin möchte sie werden, Schreibhilfe wird es sein - mit nächtlichen Einsätzen auf der Feuerwache, denn es ist Krieg in London im Jahr 1942. Selten gibt es ein Buch, das vom ersten Satz an so mitreißt, berührt und unbedingt gelesen werden möchte. 

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