Kriminalstoff meditativ

Wisting sucht. Seit 24 Jahren wird eine Frau vermisst, seit 24 Jahren besucht der Ermittler am Jahrestag des Verschwindens den Ehemann. Bis auch dieser verschwindet. Und seine Fingerabdrücke auftauchen: bei einem anderen, weiter zurückliegenden Vermisstenfall. Der Auftakt zu einer neuen Krimireihe ist fast schon beruhigend komponiert.

Die Stille des Todes

Doppelmord, Kathedrale, historienträchtiger Schauplatz, tatverdächtige Zwillinge (einer in Haft, einer der ehemalige Polizeichef), dämmriges Erinnern an eine Doppelmordserie zwanzig Jahre zuvor ... erinnert an Ken Follett? Spielt in Vitoria - und ja, es ist wahnsinnig spannend, intensiv und sehr sehr atmosphärisch. Zum Glück kommt der zweite Band schon direkt im Oktober. 

Spionageroman - aber ganz anders

Charlotte ist schwanger und soll nach dem Willen der Mutter abtreiben - eigentlich aber sucht sie ihre Cousine, die in den Wirren des Weltkrieges verschwunden ist. Eve ist ihr einziger Kontakt - eine ehemalige Spionin, die mit der Pistole unter dem Kopfkissen schläft und Alkohol aus großen Bechern trinkt. Als der Name eines Mannes fällt, der mit beider Leben zu tun haben könnte, will Eve endgültig wissen, ob er sie verraten hat und ob er vielleicht noch anderen Frauen dasselbe angetan hat wie ihr. 

Heinrich Steinfest liest!

Cheng macht Urlaub. Besser gesagt, entfernt er sich räumlich, um fernab von Wien auf andere Gedanken zu kommen. In der Bar seines mallorquinischen Hotels spricht ihn ein Mann an - Peter Polnitz, die Synchronstimme des englischen Weltstars Andrew Wake. Cheng und Polnitz unterhalten sich über Gott und die Welt, gehen aber ohne die Absicht auseinander, sich je wieder zu sehen. Ein Jahr später melden die Nachrichten, Polnitz sei wegen Mordes an Wake zu lebenslanger Haft verurteilt worden - und seine Tochter taucht in Chengs Büro auf: Sie überredet ihn, den Fall zu übernehmen und Polnitz' Unschuld zu beweisen. Am Ende kennt er Polnitz besser, als ihm lieb sein kann - und weiß endlich, was er mit dem Rest seines Lebens anstellen soll.

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7 Euro inkl. Getränke

Fein gezeichnet

Dieser Mann weiß, wovon er spricht, das schwingt in jedem Satz. Allein der Titel ist eine Art Brühwürfel der Erkenntnis: lieber mit ein wenig Wasser aufgießen als ihn einfach so in den Mund zu stecken, weniger wahr wird er davon nämlich nicht.

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