Wir ziehen wieder nach Hause

Liebe Leserinnen und Leser, 

wir werden Anfang Mai unsere Zelte in der Falltorstraße abbrechen und wieder zurück in die Bahnhofstraße 13 ziehen. 
Es wird einiges neu sein am alten Standort, besonders unsere schicke Treppe am Eingang und unser barrierefreier Zugang! Noch ein paar andere Sachen haben wir uns ausgedacht, aber das müssen Sie dann selber rausfinden.

Deswegen haben wir am Samstag, den 2.5. geschlossen.

Am 4.5. sind wir ab 10 Uhr wieder für Sie und Euch alle da - ich gehe davon aus, dass wir dieses Mal vom Start weg funktionierendes Internet haben, immerhin hatten wir für die Bahnhofstraße keine Verträge stillgelegt sondern einfach weiterlaufen lassen, aus diesen Gründen. 

Auch sonst erwarte ich einen reibungslosen Wiederbeginn, ob die Straße wie geplant zum 2.5. wieder frei gegeben sein wird, haben wir nicht in der Hand, allerdings haben wir keine bessere Möglichkeit für unsere Rückkehr, da am 20.6. schon die offizielle Eröffnung der Innenstadt sein wird, allerhand Feiertage und Brückentage da herumliegen und ich noch ein paar Tage in den Urlaub möchte. 

Wer uns also an einem der beiden Tage unterstützen möchte, der darf sich gerne in der Falltorstraße melden. Am 1.5. wird es vieles zu tragen und zu putzen geben, am 2.5. wird mehr Sortierarbeit gefragt sein, man sollte also sehr sicher im Alphabet sein. Was tatsächlich nicht ganz trivial ist, wie wir immer mal wieder feststellen :) Fröhlich sind wir auch über kulinarische Unterstützung, ich sage nur: Zitronenkuchen, Quiches...

Was wir aber vor allem brauchen, und da muss ich kurz ernst werden: wir brauchen Sie und Euch alle, um die Kunde zu verbreiten, dass wir wieder daheim sind, aber viel wichtiger: dass die Mössinger Innenstadt wieder zugänglich sein wird. Denn das eine Jahr Sperrungen hat ALLE Läden richtig Körner gekostet, nicht nur uns. Bei uns war es vielleicht am sichtbarsten, weil wir deswegen umgezogen sind, aber reden wir nicht drumrum: wir als Buchladen wären sonst schon lange nicht mehr da, das hätten wir niemals überbrücken können.  
Besonders das Umland ist uns weggebrochen, daher die Bitte (ungefragt auch für die anderen Geschäfte in der Innenstadt), uns beim Marketing ein bisschen unter die Arme zu greifen, denn sonst hat Mössingen zwar eine schöne neue Meile, aber keinen Anlass mehr, dort zu flanieren. Und das wollen wir ja nicht. 

Zu guter Letzt ein Thriller, der mich eine Nacht lang wach gehalten hat.
Und Fantasy, die mich ebenfalls begeistert hat.
Noch mehr Wölfe gibts hier, bin aber noch nicht durch.
 

Ganz ganz herzliche Grüße an alle, 

Pia Ziefle und das gesamte Team!
 

Kein Frühling ohne Lesestoff von uns, und eine Bombe :)

Liebe Leserinnen und Leser, 

ein newsletter fast nur mit Lesetipps, das gibt es auch :)

Mit beiden Händen den Himmel stützen

Ein so eindringliches Buch, gefunden auf meinem Lesestapel und schon war die Nacht rum, der Tag danach nicht einfach, immer war dieses Kind um mich herum, das 1980 geboren in Berlin aufwächst, in der WG des Vaters, der sich bemüht und doch so gar nicht in der Lage ist, für ein Kind zu sorgen, geschweige denn seine Mitbewohner - und trotzdem gibt es irgendwie auch Liebe und positive Nähe. Wahrscheinlich hat es mich so angefasst, weil diese Erwachsenen in ihrer Revoluzzerhaltung so unglaublich egoistisch sind und wir Jahre später, ebenfalls in WGs lebend - aus anderen Gründen jedoch! - vielleicht trotzdem nicht so anders gewesen sind, hoffentlich einfach nur, weil wir jung waren?

Kaputt

Meine erste Graphic Novel! Alison Bechdel erzählt darin vom Schreiben (also dem, was ihr Alter Ego im Buch so "Schreiben" nennt), vom Älter werden als eine Person mit erkämpften Prinzipien und moralischen Standards (die die Autorin glasklar erfasst und zerlegt), und auch hier wieder eine WG - aber dieses Mal ganz anders. Grandios gesehen, bebildert und betextet das alles. Ich denke, nicht wenige werden sich wiedererkennen im ein oder anderen, und auch hier immer wieder die Frage der Figuren, wie verloren man gelegentlich sein kann in diesem "intellektuell frei sein", und ob diese Decke aus Korrektheiten überhaupt wärmt. Hinterher dachte ich tatsächlich, ich hätte einen Film gesehen, ganz ungewöhnliches Leseerlebnis, so eine Graphic Novel, probieren Sie das mal aus.

Die Stockholm Protokolle

Hier keine WG - aber Politik. Julia, eine brillante aber kaltgestellte Politikjournalistin kann von ihrer letzten Recherche nicht lassen, während Alfred, ihr Mann, plötzlich zum Pressesprecher des Ministerpräsidenten aufsteigt. Sie vereinbaren, privat nicht über die Arbeit zu reden, aber bald finden beide auf getrennten Wegen zu ganz ähnlichen Erkenntnissen, die lebensgefährlich sind. So weit, so Thriller. Was mir besonders gefallen hat: der Einblick in die Politikergruppe, diesen Stab. Die Geschichten der einzelnen Figuren. Ihre Loyalität. Alfreds Naivität. Und auch, dass man die Bösen auf eine ganz unerwartete Art eigentlich sehr gern hat. Also nicht alle! Aber ich kann hier ja unmöglich schon Namen nennen....

Darkly

Was soll ich sagen? Dia ist 17, etwas schrullig gekleidet, lebt mehr oder weniger in einem Antiquariat und vergöttert Lousiana Veda, eine geniale Erfinderin von unfassbar komplexen Brettspielen. In diesem Sommer sucht eine geheimnisvolle Vereinigung ausgerechnet im Namen dieser Lousiana eine Praktikantin. Oder einen Praktikanten. Durch unglückliche Umstände schickt die Katze die unfertige Bewerbung ab und Dia findet sich in einer Gruppe von sieben Teenagern wieder, die alle diesen Praktikumsplatz bekommen haben. Schnell verstricken sich alle in einem Geflecht, das so genial ausgedacht zu sein scheint wie die Spiele von Lousiana, die allerdings schon viele Jahre nicht mehr am Leben ist. Angeblich. Ich war mir lange nicht sicher, was ich da lese. Thriller? Mystery? Irgendein unbekanntes Genre? Leicht erschrocken war ich bei der Altersempfehlung "ab 12 Jahren", das finde ich gewagt, aber vielleicht bin ich auch nur zu schreckhaft beim Herumstromern in verlassenen Herrenhäusern auf britischen Inseln, sturmumtosten Klippen und lebensgefährlichen Verfolgungsjagden. Spannend ist es! Und richtig gut erzählt.

Einatmen ausatmen

Was soll schon schiefgehen, wenn eine wahnsinnig erfolgreiche super wichtige Geschäftsfrau für eine Beförderung ein Achtsamkeitscoaching machen muss, auf einem abgelegenen Schloss bei einem Mann namens Alex Grow? Und all das nur, weil sie zwar wahnsinnig erfolgreich, aber leider völlig ungeeignet ist im Umgang mit Menschen... es kommen vor: die Managerin, der Coach, der Hausmeister, das abgelegene Schloss, Handyverbot, ein riesiger Wald, ein Ameisenhaufen und ebenfalls verbotenes Feierabendbier auf einer Parkbank. Wie immer bei Maxim Leo hat der ganze Spaß einen seriösen und feinen Resonanzdoppelboden.

Pina fällt aus

Hier lassen wir den Klappentext sprechen, der wunderbar zusammenfasst und ahnen lässt, wie schön das Buch ist: Wenn du weißt, dass du für jemanden die ganze Welt bist  Als Pina mitten auf der Straßenkreuzung zusammenbricht, hat sie nur einen Gedanken: Wer kümmert sich jetzt um Leo? Ihr Sohn ist zwanzig Jahre alt und lebt in seiner eigenen Welt, die außer ihm nur Pina kennt. Morgens verlässt er das Bett erst, wenn eine grüne Blase in seiner Lavalampe aufsteigt. Wenn er Treppen geht, dann in seinem eigenen Rhythmus: immer zwei Schritte vor und einen Schritt zurück. Die übrigen Hausbewohner verstehen den merkwürdigen Jungen nicht. Die sechzehnjährige Schulabbrecherin Zola, der resignierte Einsiedler Wojtek und die lebensmüde Seniorin Inge haben mit sich selbst schon genug zu tun. Doch jetzt liegt Pina auf der Intensivstation und Leo ist zum ersten Mal allein in der Wohnung. Die Nachbarn sind in Schockstarre. Sie können doch wohl nicht zuständig sein! Aber Leo braucht sie. Und während diese ungewöhnliche Truppe durch einen völlig neuen Alltag stolpert, realisiert jeder Einzelne von ihnen: Sie brauchen Leo auch. 

Natürlich sollen Sie auch "Die Riesinnen" lesen, auch weil die Autorin kommt, am 18.5. nämlich in die Stadtbücherei.

Und wissen Sie, wer noch kommt? Jetzt endlich darf ich die Bombe platzen lassen: MICHAEL KOBR! Ja, genau der. Der eine vom Kluftinger-Team, der in meinen Augen richtig gute Bornholm-Reiseführer schreibt, die als Krimis getarnt sind. Jedenfalls kommt Michael Kobr zusammen mit Stephan Winkler, der Klavier spielen kann und zusammen werden sie am 8.7.2026 im Rahmen des KOA2026 (Kultur Open Air) in Mössingen sein und vollkommen gratis für Sie auftreten, denn das KOA wird getragen von uns Unternehmerinnen und Unternehmern aus der Stadt. Nämlich. Gemeinsam. Nur so kann das gehen. Ich habe ihn neulich erst gesehen bei einer Lesung und ich kann sagen, das lohnt aber sowas von. 

Wir sind am Samstag, 4.4. bis 13 Uhr für Sie da, und dann wieder am Dienstag nach Ostern. Und ganz bald packen wir leise unsere Sachen ein und ziehen wieder zurück in die Bahnhofstraße, aber ich bin fast sicher, dass ich da nochmal eine Ankündigung schreibe :)

Fröhliche Feiertage für Sie alle, 

Pia Ziefle und das gesamte Team

 

Hazel sagt (zum Glück!) Nein

Vor ein paar Wochen dachte ich noch, es könnte ein bisschen weit hergeholt sein, dass ein Schuldirektor eine Schülerin zu sich ins Büro holt um ihr zu verkünden, für dieses Schuljahr sei sie seine Auserwählte, sie haben sich doch im Schwimmbad schon gesehen und sie habe geflirtet mit ihm und nun wolle er mit ihr diese Art von Beziehung intensivieren. Aber neuerdings scheint nichts mehr im Zusammenhang mit solcherlei männlichem Anspruchsdenken "zu weit hergeholt".

Buchhandlungspreis, Leseförderung und Geheimdienste

Liebe Leserinnen und Leser, 

würde man das Thema dieses newsletters in einem Film über die Buchhandelslandschaft platzieren, man würde zu Recht gefragt werden, ob man noch alle Latten am Zaun hat. Dachten Sie bisher, Sie würden einfach nur ein Buch kaufen in einem Buchgeschäft bei netten älteren Damen der Stadtgesellschaft, beispielsweise einen Reiseführer, um Ihren Horizont zu erweitern, oder ein Sachbuch zum selben Zweck, gar Unterhaltung für die Bepuschelung der Seele, Kochbücher für das leibliche Wohl, oder neuerdings: Scheinfasten, das neue heiße Ding - man würde nicht denken, dass all dies anzubieten den Verfassungsschutz auf den Plan riefe. 
Schlapphüte im Buchladen, wenn der Hintergrund nicht so ernst wäre, es wäre fast lustig. - Ich habe den Abschnitt dazu ans Ende des newsletter gesetzt, dann können Sie dort weiterlesen, wenn Sie gerne wissen wollen, was dahinter steckt. 

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So, nun zu etwas ganz anderem: Leseförderung. Der Buchhandel sieht sich nämlich auch in der Pflicht, wo es nur geht die Lesekompetenz der Kinder zu fördern, auch mit Mitteln aus der eigenen Tasche. Wir haben in diesem Jahr für knapp 700 Schulkinder der 3. bis 6. Klassen ein Buch eingekauft, das wir zum Welttag des Buches am 23.4. an diese Kinder verschenken, sofern sie von ihrer Lehrkraft angemeldet worden sind. Dazu begrüßen wir einerseits die Klassen bei uns im Laden, andererseits fahren wir aber auch in die Schulen und erzählen dort Klasse für Klasse, was wir den ganzen Tag so machen und wie Bücher entstehen und wie sie überhaupt so schnell - über Nacht - zu uns kommen können. 

Neu in diesem Jahr ist die Aktion Lesetüte, da bekommen die Ersten Klassen im Herbst zum Schulbeginn sogar 2 Bücher, auch dies organisieren wir für die Schulen und tragen die Kosten dafür. Da wir nicht ganz genau wissen, wie das ablaufen wird, haben wir nicht alle Grundschulen in diese für uns neue Aktion einbezogen, aber das kann natürlich wachsen.

Eine erste Lesung haben wir auch an Land gezogen: am 18.5. kommt Hannah Häffner zu uns in die Stadtbücherei mit ihrem unglaublich guten Buch "Die Riesinnen", bitte lesen, zur Lesung kommen, begeistert sein. 

Eine weitere echte Sensation ist uns ebenfalls gelungen, da dürfen wir aber noch nicht drüber reden, merken Sie sich aber bitte bitte den 8.7.2026 ab etwa 19 Uhr und halten sich den frei.

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Also zurück zum Buchhandlungspreis: Was ist passiert? Der Staat verleiht seit 2011 den Buchhandlungspreis an kleine unabhängige Buchhandlungen, dotiert bis zum Umsatz von 1 Million im Jahr, undotiert bei Umsätzen darüber. Wir haben ihn 2020 bekommen, dotiert, dann wissen Sie nun, dass wir keine Millionenbude sind. Eine Jury aus Branchenvertretern sucht aus allen Bewerbungen um diesen Preis solche Buchhandlungen aus, die über ihr normales Geschäft hinaus Lesungen, Veranstaltungen, Leseförderung, also "Kultur" möglich machen (bis zu 25.000 Euro sind da drin, haben wir damals nicht bekommen). Dann legt diese Jury dem BKM diese Liste vor, die verschicken die Einladungen zur Preisverleihung und wir traben dort an, gespannt und unwissend, wer einen der drei Hauptgewinne bekommen wird. 2020 war das coronabedingt online, die anderen Jahre aber stets ein Festakt mit Orchester (das Orchester erfinde ich womöglich jetzt).
In diesem Jahr hat das BKM in Form von Herrn Weimer allerdings gedacht: mal sehen ob wir diese Liste mit 118 Buchhandlungen nicht besser dem Verfassungsschutz vorlegen, denn wir müssen ja verhindern, dass da womöglich Extremisten Geld vom Staat bekommen, er beruft sich dabei auf eine "neue Linie" der Bundesregierung, die dies vorgebe.
Wohl gemerkt, das Verfahren, das hier zur Anwendung kam nennt sich Haber-Verfahren, stammt aus 2004, wurde 2017 überarbeitet und dient dazu, Organisationen überprüfen zu lassen, NGOs, und auch Personen, die sich um staatliche Förderung beworben haben, um den Verdacht des Terrorismus und Extremismus ausräumen oder erhärten zu können. Was ja völlig legitim ist, da der Staat verhindern möchte, dem netten Nachbarschaftsverein staatliches Geld zu geben, während in Wahrheit finstere Gesellen im Keller den Umsturz planen. Und ebenso legitim ist, nach links zu schauen, wie nach rechts, und wir werden all dies womöglich neu bewerten, falls es tatsächliche Erkenntnisse geben sollte.
Das BKM hat also angefragt, ob da was sei bei den 118, der Verfassungsschutz hat gesagt, oh da haben wir was notiert, woraufhin das BKM flugs drei Buchhandlungen von der Preisträgerliste gestrichen hat - OHNE konkret nachzufragen, was denn eigentlich vorliegt, der Verfassungsschutz beruft sich auf: DATENSCHUTZ, und überhaupt ist nicht einmal für die Betroffenen zu erfahren, was man da denn gefunden habe gegen sie, erklären kann sich das keine der drei. Überflüssig zu erwähnen, dass alle drei Buchhandlungen in den letzten Jahren Preisträger gewesen sind, teils mehrfach.
Nun wurde die Preisverleihung abgesagt, weil Herr Weimer beklagt, die Debatte über diese Vorgänge würde die so schöne "würdige" Veranstaltung überlagern und daher verunmöglichen. Dass Herr Weimer in diesem Jahr aus einem Festakt eine 60-Minuten-zwischen-Tür-und-Angel-Sache auf der Buchmesse parallel zur Buchpreisverleihung übrigens gemacht hat: geschenkt. Es wird in allen Schritten deutlich, dass man eigentlich nicht mehr gewillt ist, die 1 Million die man für den Buchhandlungspreis im Säckl hat, noch an den Mann und die Frau zu bringen. Könnte man ja aber auch einfach ehrlich sagen, anstatt eine Branche unter Generalverdacht zu stellen und mal flugs vom Verfassungsschutz überprüfen zu lassen. Und natürlich kann man sich fragen, ob ein Staatspreis vonnöten ist, man kann sich vieles fragen. Wenn Sie Lust haben, dann googlen Sie einfach "Weimer", "Haber-Verfahren", "Buchhandlungspreis". So lange also nichts geklärt ist, wissen wir alle nicht, was wir getan haben könnten oder tun, um staatlichen Stellen verdächtig genug zu sein, um uns auf die Finger zu schauen. Wir haben uns übrigens nicht um den Preis beworben, weil ich von Herrn Weimer nicht einmal einen einzigen Groschen Preisgeld entgegen nehmen wollte. Allerdings dürfen wir uns jetzt auch kein Gütesiegel "vom Verfassungsschutz überprüft" an die Tür machen.

So, nun haben wir Ihnen mal wieder ein dickes Brett geliefert,
uns verdirbt es nicht den Spaß am Buchhandel, wir sehen ja auch Land mit unserem Umzug zurück in die Bahnhofstraße, und schicken daher fröhliche Grüße!

Pia Ziefle und das gesamte Team

 

 

Indiebookday

indiebookday
indiebookday

Was ist denn das - ein indiebookday? Am besten erklären das die Erfinder selber:

Worum geht's beim Indiebookday?

Ihr liebt schöne Bücher.

Am Indiebookday könnt Ihr das allen zeigen. Es geht ganz einfach:

Bestellt oder kauft Euch zum 14.03.2026 in einer Buchhandlung Eures Vertrauens ein Buch. Irgendeines, das Ihr sowieso gerade haben möchtet. Wichtig ist nur: Es sollte aus einem unabhängigen/kleinen/Indie-Verlag stammen.

 

Danach postet Ihr ein Foto des Covers, des Buches, oder Euch mit dem Buch (oder wie Ihr möchtet) in einem sozialen Netzwerk (Insta, TikTok, Facebook, o.ä.) oder einem Blog Eurer Wahl mit "#indiebookday". Wenn Ihr die Aktion gut findet, erzählt davon.

 

Schon der erste Indiebookday 2013 bekam in den deutschsprachigen Ländern große Aufmerksamkeit. 2014-2019 kamen dann auch Teilnehmer in UK, Italien, den Niederlanden, Portugal und sogar Brasilien dazu. 2020 bis 2022 fand der Indiebookday wegen Corona zumeist online statt, seit 2023 dann wieder vermehrt in den Buchhandlungen. Wir sind gespannt auf die neue Ausgabe!

 

Hashtag: #indiebookday

https://www.indiebookday.de/

Zum Hintergrund

Es gibt viele kleine tolle Verlage, die mit viel Herzblut und Leidenschaft schöne Bücher machen. Aber nicht immer finden die Bücher ihren Weg zu den Lesern. Der Indiebookday kann da für ein bisschen Aufmerksamkeit sorgen.

Lesekarussell im Theater Lindenhof - Familien

Alle drei Monate sind wir zu Gast im Theater Lindenhof in Melchingen, jedes Mal mit einem anderen Thema. Wir sind schon gewandert, haben in Kriminalfällen ermittelt, einmal auch die Liebe betrachtet - und dieses Mal bringen wir Bücher mit, die sich explizit um Familien drehen. Schöne, traurige, liebevolle und kriminelle. Wie immer gibt es zusätzlich einen Büchertisch mit einem kleinen Ausschnitt aus unserem Buchladenangebot.

siehe Programm Theater Lindenhof

Unsere Forsthochschule im Roman? Ja!

Hannah Häffner kommt zu uns, sie hat ein Buch im Gepäck, das seinesgleichen sucht. Sowohl in der Sprache, als auch in den Figuren. Es gibt Nebenfiguren, die einen zu Tränen rühren, Hauptfiguren, die man zu kennen meint und trotzdem immer wieder neu entdecken muss. Und ja, die Rottenburger Hochschule hat einen Gastauftritt, ebenso wie Stuttgart, aber das nur ganz ganz am Rande. In der Hauptsache geht es um diese knorzigen, hochgewachsenen rotblonden Frauen im Schwarzwalddorf, zu denen ich so gerne zurückgekehrt bin nach einer Lesepause - ich will nicht zu viel verraten, aber lassen Sie sich ein auf die Riessbergerinnen und auf den Abend mit Hannah Häffner.

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Die Riesinnen
Hannah Häffner
Die Riesinnen
Roman - Shortlist der Unabhängigen 2026 I 'Wüst, wild, bewegend und voller Poesie.' DORIS KNECHT
EAN: 978-3-328-60433-4
'Die Riesinnen saugen einen auf der ersten Seite ein, und am Ende dieses Drei-Generationen-Porträts großer Frauen wird man atemlos ausgespuckt. Wüst, wild, bewegend und voller Poesie.' DORIS KNECHT 'Mager ist sie, wie ein Kleiderhaken, zurechtgebogen zu Menschenform. Dünn und stark und langgestreckt: Keine ist größer als sie, im Dorf nicht, und auch nicht im nächsten. Dazu die Kupferwollehaare, die wütend nach dem Himmel greifen. Wer sie sieht, weiß, wer sie ist, man weiß es sofort, und sie hasst es, hasst es, hasst es. Vielleicht hätte sie es, an einem anderen Ort, zu einer anderen Zeit, auch lieben können, aber das geht nicht, nicht hier.'Wittenmoos, ein kleines Dorf im Schwarzwald, ist die Heimat dreier Frauen. Groß und dünn überragen sie alle anderen und wollen so gar nicht in die Dorfgemeinschaft passen. Und doch sind sie hier verwurzelt und müssen ihren eigenen Weg in den engen Grenzen des Dorfes finden. Liese, die still und unerbittlich die Metzgerei führt. Cora, ihre Tochter, die Wütende, die ausbrechen wird und lernen muss, dass Heimkehr keine Niederlage ist. Und Eva, Coras Tochter, die den Wald so sehr liebt und sich dessen erst bewusst werden muss.In dunkler, satter, aber auch zarter Poesie erzählt Hannah Häffner mit stilistischer Präzision, feinem Humor und einer subtilen Beobachtungsgabe die Geschichte dreier Frauen, die sich von den 60-er Jahren bis in unsere Zeit spannt. Ein lange nachhallender Roman über die Sehnsucht nach Freiheit und Wurzeln, über Mütter und Töchter und über die Kraft der Natur. 'Hier schreibt zweifellos jemand, der Sprache liebt, auch ihre regionale Färbung.' Amonte Schröder-Jürss, ZEIT-Online'Der zauberhafte Roman Die Riesinnen von Hannah Häffner wird für Furore sorgen.' Peer Teuwsen, Neue Zürcher Zeitung'Neue deutsche Heimatliteratur auf den Spuren Dörte Hansens.' Denis ScheckDieser Roman ist wie ein stiller Moment auf einer Waldlichtung. Einatmen, ausatmen und alles, wirklich alles um sich herum vergessen. Mike Altwicker, WDR-Buchtipp

vorrätig

24,00 €

Stadtbücherei Mössingen
Löwensteinplatz 1
72116 Mössingen
Deutschland

7 Euro

Mathilde und Marie

Eine wunderbare Idee: ein Buchhandelsenthusiast reist durch das Land, von Buchhandlung zu Buchhandlung, und zwar als Geschenk für jede einzelne Buchhandlung. Über 60 Spielorte hat Torsten Woywod für seine Lesereise zusammengesammelt, er stellt seinen Debütroman "Mathilde und Marie" vor, der am 15. Januar erscheint und von einer leicht verschrobenen Dorfgemeinschaft in den Ardennen erzählt. 
Wir hoffen, in unseren Räumen in der Bahnhofstraße sein zu können für diesen Abend, falls der Zugang zum Gebäude schon fertig sein sollte bis dahin. Weil wir nicht ganz sicher sind, wo wir sein können, bitte Plätze reservieren und eine Kontaktmöglichkeit angeben, damit wir alle informieren können. 

 

Mathilde und Marie

»Bei uns geht es nicht darum, möglichst viele Dinge in immer kürzerer Zeit zu erledigen, sondern sich den Dingen mit vollständiger Hingabe und Aufmerksamkeit zuzuwenden. Weniger ist mehr, mehr ist weniger.«

In Redu, einem kleinen Bücherdorf inmitten der belgischen Ardennen, wird die Zeit als Freund und nicht als Gegner empfunden: Umgeben von ausgedehnten Wäldern, rauschenden Flüssen und steilen Anhöhen gibt es hier lediglich einen Fernseher, während das Internet nur eine Stunde am Tag verfügbar ist. Dass der Kirchturm windschief in den Himmel ragt und man sein baldiges Herabstürzen befürchten muss, stört die 390 Einwohner ebenso wenig wie die gehörig aus dem Takt geratene Turmuhr.

Eine Begegnung, die alles verändern wird

Als die junge Französin Marie kurzentschlossen ihr Leben in Paris hinter sich lässt und zu einer Reise mit unbekanntem Ziel aufbricht, ahnt sie nicht, dass sie bald an diesem bemerkenswerten Ort ankommen wird. Im Zug begegnet sie Jónína, einer Isländerin, die Menschen mit ungewöhnlicher Klarheit zu lesen vermag und somit auch Maries Situation schnell erfasst. Sie nimmt Marie mit zu sich nach Hause, nach Redu, wo sie eine kleine Buchhandlung betreibt.

Eine Gemeinschaft, liebenswert und verschroben

Mit jedem Tag fühlt sich Marie in Redu wohler.  Hier lernt sie nicht nur neue Seiten des Lebens, sondern auch sich selbst kennen. Und sie trifft auf eine ganz besondere Gemeinschaft.

Wenn eine Freundschaft zur Rettung wird

Als der Frühling vollends Einzug hält, wird nicht nur die Natur zu neuer Blüte erweckt, sondern es werden Veränderungen in Gang gesetzt, denen sich selbst die mürrische Mathilde nicht entziehen kann …

Ein wohltuender, mutmachender Roman über die heilende Kraft der Gemeinschaft und das, was im Leben wirklich zählt.

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frei

Abschiede und ganz viel Wind unter den Flügeln

Wie verschieden die Wirklichkeiten sind, erlebe ich im Moment, wenn ich beispielsweise mit Hamburg telefoniere, aber auch schon, wenn die eine Mitarbeiterin erzählt, wie viel Regen sie auf der Strecke zur Arbeit hatte und die andere am selben Tag aus dem dichtesten Schneegestöber angereist ist.

Zur wirklichen Wirklichkeit zählt allerdings, dass wir uns am 15. Januar verabschieden müssen von unserer Teamkollegin Christina Plecher, denn sie wird trotz des Schneegestöbers auf Reisen gehen, für ein ganzes Jahr mindestens, und anschließend dort bleiben, wo es ihr am besten gefallen hat unterwegs. 
Fünf Jahre war sie bei uns und hat den Laden mit allem was sie ausmacht, mitgeprägt und mitgetragen. 

Wir werden sie sehr vermissen, aber wir wünschen ihr vor allem Flügel (und natürlich Schneeschuhe!) für diese Reise. 

Weil ich ahne, wie sehr Sie alle sie schätzen und wir etwas knapp sind mit dem newsletter habe ich eine Idee: wenn Sie ihr ebenfalls gerne einen Gruß auf ihre Reise mitgeben möchten, ist das natürlich auf allen Wegen und auch noch nach dem 15. Januar möglich: wir leiten alles an sie weiter, und wer weiß, vielleicht wird eines Tages aus all dem ein Buch😊

Liebe Christina, du weißt was du für uns als Team bedeutest, nur das Allerbeste für dich.

In diesem Sinne ein wunderschönes neues Jahr für alle, für die Abenteurer und Weltreisenden, egal wo diese Welt sich befinden mag. Möge 2026 für uns alle einen Platz bereit halten und Geschichten und Begegnungen, Enden und neue Anfänge. 

Pia Ziefle und das gesamte Team

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