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ISBN/EAN: 978-3-492-07053-9
Einband: gebundenes Buch
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Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
176 S.
Format (T/L/B):
2.3 x 21 x 13.5 cm

Hersteller:
Piper Verlag GmbH
info@piper.de
Georgenstraße 4
DE 80799 München


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Unser Tipp für Sie

Mit ganz wenigen Worten - und Wörtern - sind wir an der Seite von Andrea Sawatzki und ihrer Mutter, die ganze acht Jahre auf ihren Mann und den Vater ihres Kindes gewartet hatte. Allein das hat mich eine Weile lang beschäftigt. Wie wartet man da? Auf was wartet man? Wie malt man sich die gemeinsame Zeit aus, die da eines Tages kommen wird? Und wie hält man es aus, dass die gemeinsame Zeit erst anfangen kann, wenn ein Leben zuende ist, nämlich das der Vorgängerin, der aktuellen Ehefrau?
Das Paar kommt tatsächlich zusammen, und die Achtjährige bekommt ihren Vater - die Fallhöhe zwischen Erwartung und Realität könnte jedoch heftiger nicht sein. Der Vater erkrankt an einer rasch fortschreitenden Demenz und das Kind wird zu seiner Pflegerin, weil die Mutter nachts als Krankenschwester arbeitet und tagsüber schlafen muss. Würde ein erwachsener Mensch schon verzweifeln, ist es für die Tochter, die ihren Vater so sehr herbeigesehnt hat, als müsste sie ein Monster zähmen.
Eindringlichst schildert Andrea Sawatzki Szenen der Gewalt, der Verzweiflung und des Hoffens, denn zwischen allem will die Tochter glauben, dass der Vater sie auf irgendeine Weise doch geliebt hat und noch immer liebt. 
Beeindruckend, ohne jede Beschönigung, sehr klar und sehr eindringlich.  

 

Beschreibung

Andrea Sawatzkis ungeschminkter autofiktionaler Roman Keine Kindheit wie jede andere. Eine, die Andrea Sawatzki wie in einem Kurzfilm einfängt: 1971 wird der Journalist Günther Sawatzki von seiner Stelle in London abgezogen und geht zu seiner Familie nach Deutschland zurück. Aber er will sein altes Leben aufgeben und mit seiner Geliebten zusammen sein, mit der er eine Tochter hat: Andrea. Doch bald stellt sich heraus, dass dieser weltläufige und gebildete Mann schwer krank ist. Das Geld wird knapp, die Mutter muss wieder als Nachtschwester arbeiten, und die zehnjährige Andrea kümmert sich um den dementen Vater, der launisch, ungeduldig und jähzornig ist. Es entspinnt sich ein geheimes Leben zwischen den beiden von Nähe und Entfremdung, Liebe und Überforderung. Bis zu seinem katastrophalen Ende. Ein eindringlicher und sehr persönlicher Roman der Bestsellerautorin

Über Andrea Sawatzki

Andrea Sawatzki, geboren 1963, legt ihren ersten autofiktionalen Roman vor, ihr persönlichstes Buch, das in knappen Szenen die Geschichte ihrer eigenen Kindheit erzählt, an deren Ende der Tod ihres Vaters stand.

Schlagzeile

'Mittlerweile habe ich mir verziehen.'

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