Kinderbuchtipp allererster Güte
Was kann schon auf Edith zukommen, wenn sie stundenlang auf dem Gang vor dem Büro der Schuldirektorin warten muss, obwohl alle anderen Kinder schon längst in die Ferien zu ihren Eltern gefahren sind? Genau - die Schuldirektorin wird ihr eröffnen, dass sie WIEDER nicht nach Hause kann, denn IHRE Eltern sind mal wieder nicht aufzutreiben. Sie befinden sich - natürlich in den Augen der Direktorin nur ANGEBLICH - im Amazonasgebiet und sind dort leider verschollen (was zunächst stimmt).
Und wie jedes Kind, das von seinen Eltern vergessen wird in Kinderbüchern, muss Edith zu einem ihr völlig unbekannten Onkel reisen, an eine Adresse, die nicht einmal der gewiefteste Taxifahrer kennt, und nur unter größter Anstrengung überhaupt findet.
Dieser Onkel lebt aber aus dermaßen guten Gründen im tiefsten hintersten dunkelsten dichtesten wildesten Wald, denn er pflegt und heilt als einziger Tierarzt, der sowas kann verletzte magische Tiere.
Wunderbar liebevolles Abenteuer mit so tollen Figuren, dass ich froh war, in den aktuellen Vorschauen direkt Teil 2 entdeckt zu haben. Überflüssig zu erwähnen, dass der Autor im echten Leben natürlich ebenfalls Tierarzt ist. Im nicht ganz so dunklen Wald, aber wer ihn googelt traut ihm direkt zu, dass er einiges an eigenen Erfahrungen in das Buch gepackt hat, und bestimmt war mindestens eines der behandelten Tiere ein klitzekleines bisschen magisch.