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Geheimtipp von Frau Ziefle

Naiverweise denke ich bei "Vater von beliebiger Großstadt" nach wie vor an einen weisen älteren Herrn, der über Pläne gebeugt Heerscharen von Bauarbeitern dazu bringt, seine Vision der Moderne aus moderigem Grund emporwachsen zu lassen. Aber: wie wird man in den 1800er Jahren ein weiser älterer Herr in New York, wenn man absolut nicht in die passenden Kreise geboren ist, sondern als einer von elf Kindern auf einer Farm im Nirgendwo aufwächst?
Wie wird man zum "Vater des Großraums New York", verantwortlich für die Anbindung von Brooklyn (den sogenannten "großen Fehler"), für den Central Park, die New York Public Library, den Bronx Zoo, das American Museum of Natural History und das Metropolitan Museum of Art?
Und warum in aller Welt wird man an einem Freitag den 13., am hellichten Tag, 83jährig vor dem eigenen Haus erschossen - und anschließend mehr oder weniger vergessen?

Heute erinnert eine einzige Steinbank an den Mann, der einen öffentlich zugänglichen Park haben wollte, weil er als Jugendlicher in New York nirgends in Sicherheit spazierengehen konnte, ohne Eintritt bezahlen zu müssen bei den Vergnügungsparks der höheren Gesellschaft. 

Sehr ergreifend, aber auch voller Witz erzählt Jonathan Lee die Geschichte von Andrew Haswell Green, von seinem Aufwachsen, seinen Reisen, seiner Ausbildung und seinem Ende, ein bisschen Krimi spielt auch noch mit hinein um den Mord aufzuklären - ein Lesevergnügen, aber auch ein wunderschönes Beispiel dafür, was Literatur kann: Menschen mitsamt ihren Biografien auferstehen zu lassen und uns noch einmal zu zeigen, welche Lebenswege möglich sind, und zu welchem Preis. 

 

Einband: Leinen
EAN: 9783257071917
25,00 €inkl. MwSt.

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