0

Daniela Zeiler empfiehlt:

Die sehr eigenwillige Biologin Inti Flynn und ihr Team aus weiteren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern starten das Projekt, in den schottischen Highlands versuchsweise Wölfe anzusiedeln, um langfristig den Klimawandel zu verlangsamen, da Wölfe das Rotwild zwingen, wieder zu wandern, andere Tierarten Fuß fassen können und die Vegetation sich verändert. Durch ihren Vater hat Inti den Wald kennen und lieben gelernt, ja sie geht eine fast übermenschliche Symbiose mit ihm ein. Durch die Mutter, eine Polizistin in Sydney, lernt sie die Schattenseiten des Lebens kennen. 
Die Freilassung der Wölfe in die Wildnis fordert bald erste Opfer auf beiden Seiten und Inti versucht, von der zunächst nicht nachweisbaren "Schuld" der Wölfe abzulenken. 

Die Wölfe, die Schafzüchter, Grundbesitzer und Einheimischen sind jedoch nicht Inti Flynns einziges Problem, sie versorgt ihre psychisch kranke Zwillingsschwester Aggie und ist außerdem an einem seltenen Syndrom erkrankt: sie kann körperlich spüren, was sie mit den Augen sieht. Verletzt sich beispielsweise jemand an der Hand, spürt sie für wenige Sekunden denselben Schmerz. 

Trotz aller, zumeist von Menschenhand gemachter Brutalität, wird man von Charlotte McConaghy von der unvorstellbar schönen Natur verzaubert und gefesselt; zwar auf schonungslosem und direktem Weg, aber hoffnungsvoll und voller Ehrfurcht.

Inti Flynn kämpft für ihr Projekt und den Seelenfrieden aller Beteiligten wie ein Wolf.

Nicht nur Naturliebhaber werden begeistert sein, und vielleicht bekommt Der Gesang der Flusskrebse nun doch noch einen (würdigen) „Nachfolger“.

Roman
Einband: gebundenes Buch
EAN: 9783103971002
22,00 €inkl. MwSt.

Sofort Lieferbar

In den Warenkorb

Nächste Veranstaltungen

Weiterlesen